…dann lasst uns wenigstens das Molotow retten!“ Treffender lässt sich die Botschaft, mit der sich die Molotow-Betreiber Michael und Andi an die Öffentlichkeit wenden, nicht in Worte fassen. Ihr Appell an die Fans, die Musiker, die Stadt Hamburg, die Szene, die Medien, an dich und mich, ihren Kampf gegen die Schließung ihres Kiezclubs mit allen verfügbaren Mitteln zu unterstützen, zeigt auch, wie schlecht es um das Szene- und Musikviertel Reeperbahn/St. Pauli im Allgemeinen steht. Da gehen gleich reihenweise Szene-Clubs bankrott, weil sie nicht mit den niedrigen Getränkepreisen der Billig-Discounter Lidl und Penny, den Tankstellen und den berüchtigten 99-Cent-Läden mithalten können. Deren Zahl wiederum steigt auf dem Kiez unaufhörlich an. Jetzt könnte man natürlich die Stadt Hamburg um Hilfe bitten. Sie ist schließlich für die gegenwärtige Entwicklung mitverantwortlich. Aber die hat nach eigenen Aussagen kein Geld für eine dauerhafte Förderung übrig. Also, was tun? Wo sollen all die Newcomer-Bands noch spielen, wenn das Clubsterben so weitergeht?
Vor diesem Hintergrund haben die Betreiber die Initiative „Rettet das Molotow“ gegründet. Sie wollen u.a. mit Spendenaufrufen und Benefiz-Veranstaltungen noch einmal kräftig gegen die drohende Pleite mobil machen und für ein höheres Ansehen der Live-Kultur auf St. Pauli werben. Schließlich brüstet sich jede Touristen-Tour auf dem Kiez mit den Geschichten aus der guten alten Zeit, als die Beatles im Kaiserkeller, im Indra oder im Star Club spielten. Doch was ist mit der Musikkultur der Gegenwart? Was diese Clubs in den 60ern für Hamburg waren, ist heute das Molotow für Hamburg!
Dass auch wir von Ligx ein Interesse daran haben, die Live-Clubs dieser Stadt zu erhalten, dürfte ja wohl klar sein. Gerade im Molotow haben wir die Gigs der interessantesten und vielversprechendsten Bands live gestreamt. Aus diesem Grund werden wir am kommenden Sonntag auch das Benefiz-Konzert von Muff Potter zur Rettung des Molotow wieder live übertragen! Die vier Münsteraner, die ihren Musikstil selbst als „Angry Pop Music“ bezeichnen, machen vornehmlich deutschsprachigen Punk-Rock, der Einflüsse von Bands wie Slime und Tocotronic erkennen lässt, in seiner Gesamtheit jedoch deutlich schneller und härter herüber kommt. Neben dem Konzert hat die Band dem kleinen Kiez-Club mit „Wir sitzen so vorm Molotow“ sogar einen Song gewidmet, den ihr euch auf ihrer Myspace-Seite anhören könnt. Also, wenn euch das Molotow am Herzen liegt, dann geht dort hin, spendet Geld oder schaut es euch auf Ligx.de an und vor allem: erzählt es weiter!
Ligx startet den Livestream vom Muff Potter-Konzert am 24.08. ab 21:00 Uhr.
Weitere Informationen zur Initiative „Rettet das Molotow“ sowie Onlinespenden unter:
http://www.rettet-das-molotow.de
Molotow Spendenkonto:
Konto-Nr.: 1291 12 65 20
Bankleitzahl: 20050550
Bankinstitut: Hamburger Sparkasse
Verwendungszweck: Molotow Spende (more…)
Ladies and Gentlemen,
Wir schreiben das Jahr 2001. In Wien trifft sich eine kleine Gemeinde von 4.000 Musikbegeisterten, um gemeinsam das erste
Als Einleitung zum heutigen Blog-Eintrag würde ich euch gerne eine kleine Frage stellen: Glaubt Ihr an Gott? Seid Ihr auch der Ansicht, dass das Universum von einem allwissenden, allgegenwärtigen, allmächtigen Übervater erschaffen wurde? Keine Sorge, ich erwarte jetzt natürlich nicht, dass Ihr darauf so plötzlich eine Antwort findet. Außerdem ist es gar nicht entscheidend, ob IHR an Gott glaubt, sondern was