
Eines gleich vorweg: Wagner Love ist weder ein Ausdruck für die Liebe zu Richard Wagner noch zur gleichnamigen Tiefkühlpizza, obwohl beides nicht gerade abwegig erscheint. Nein, Wagner Love ist nichts anderes als ein Ausdruck für die Liebe zu Vágner Love, einem brasilianischen Fußballspieler. Außerdem heißt so eine Soul-Band aus Frankfurt. So weit die Fakten.
Doch wer sind eigentlich diese Jungs, deren emotionale Zuneigung zu einem Bolz-Künstler so weit geht, dass man kurzerhand beschließt, ein Musik-Projekt nach ihm zu benennen? Niemand Geringeres als Jacob Vetter (Gesang), Ravel Meeth (Keyboard), Marcel Meeth (Schlagzeug) und Tilmann Köllner (Bass) – selbsterklärte Freunde der Liebe und bekennende Disco-Fans!
Ausgestattet mit einem großen Herzen und einem ausgeprägten Gespür für Melodien begann das Quartett seine musikalische Laufbahn im Jahre 2003 mit einer Mischung aus Pop, Soul, Club und Disco. Schnell kristallisierte sich heraus, wohin die Band wollte: Man wollte klingen wie ein Engtanz zwischen Stevie Wonder und Diana Ross, die zur Musik von Phoenix tanzen, während der neidische Prince und die noch neidischeren Questlove am Rande stehen und den guten Burt Bacharach mit Daft Punk mixen! Da dieses Unternehmen bis zu seiner Vollendung aber aller Wahrscheinlichkeit nach ein wenig mehr Zeit in Anspruch nehmen dürfte, konzentriert man sich vorerst auf das Nahziel: Die Produktion tanzbarer Songs.
Das allerdings funktioniert wirklich phantastisch! Mit einer Unbeschwertheit, die ihresgleichen sucht, grooven sich die Jungs durch sechziger und siebziger Jahre Funk bis hinein in den Achtziger Disco-Soul und verarbeiten dabei von Donna Summer bis hin zu Cody Chesnutt und den Pet Shop Boys alles, was die alte Plattenkiste hergibt. Die wachsende Fan-Schar bedankt sich artig für so viel Aktionismus, Lenny Kravitz belohnt die Gruppe mit einem Job als Support-Band und alle sind glücklich und haben sich lieb. Wenn es doch auch im richtigen Leben so wäre…
Ligx.de überträgt den Gig von Wagner Love am Samstag ab 23:00 Uhr live aus dem Übel & Gefährlich!
Wenn es so etwas wie eine Weiterentwicklung der Stilrichtung „Elektronische Popmusik“ gibt, dann ist sie garantiert den Jungs vom